Erde

Unsere Heimat in den Weiten des Kosmos

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Wissenschaftlich gesehen ist unsere Erde nur eine kleine Gesteinskugel die sich in 365 Tagen einmal um die Sonne bewegt. Aber es ist der einzige Ort, wo die Menschen leben können und sehr wahrscheinlich wird es auch für lange Zeit so bleiben. Denn die Planeten, welche man um andere Sterne entdeckt hat (Exoplaneten) bieten nicht die Bedingungen wie wir Erdlinge sie brauchen.

Passen wir also gut auf unseren Heimatplaneten auf!

Auf der Erde gibt es Wasser in flüssiger Form. Es ist für Leben, so wie wir es kennen, ganz wichtig. Außerdem befinden wir uns im richtigen Abstand von der Sonne. Wir werden also nicht „gegrillt“ oder tiefgekühlt.

Die Erde ist von einer Lufthülle umgeben, welche sich aus 78% Stickstoff und 21% Sauerstoff zusammensetzt. Das war nicht immer so. Die „Uratmosphäre“ vor 4 Milliarden Jahren bestand zu 80% aus Wasserdampf. Weitere Bestandteile waren Kohlendioxid (giftig für Menschen) und Schwefelwasserstoff (riecht wie Jauchegrube!). Erst als Algen anfingen ihr Abfallprodukt, den Sauerstoff, an die Atmosphäre abzugeben, konnte sich höheres Leben entwickeln.

Stickstoff und Sauerstoff sind auch schuld an unserem blauen Himmel. Das Sonnenlicht setzt sich aus vielen Farben zusammen, wie man bei jedem Regenbogen selber beobachten kann. Steht die Sonne hoch am Himmel, dann wird der blaue Anteil des Lichts am stärksten von den Luftmolekülen „weg geschubst“. Den anderen Farben macht das nichts aus. Daher erscheint uns der wolkenlose Himmel blau.

Der feste Boden unter unseren Füßen ist vergleichbar mit der Haut eines Apfels – er ist sehr dünn. Schon nach 30 km Tiefe steigen Druck und Temperatur so an, dass Gestein zähflüssig wie Honig wird (und manchmal von Vulkanen ausgespuckt wird).

In einer Tiefe von 3000 km ist das Gestein flüssig wie Wasser, außerdem sind Eisen und Nickel darin enthalten. Weil sich diese Mischung wild bewegt, wird ein Strom erzeugt und vor allem ein Magnetfeld. Das Magnetfeld tritt beim Nordpol aus der Erde raus und beim Südpol wieder ein.

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Dort trifft es jedoch auf Teilchen die ursprünglich von der Sonne kommen. Ein Teil dieser Sonnenteilchen wird vom Magnetfeld mitgerissen und in einer Höhe von 100 – 400 km wird unsere Atmosphäre zum Leuchten angeregt. Es entstehen Polarlichter!

 

 

 

 

 

Als treuen Begleiter hat unsere Erde einen Mond. Aber wie sind wir zu so einem tollen Mond gekommen?

Darüber haben sich viele Wissenschaftler Gedanken gemacht. Als die Erde noch jung und glutflüssig war, soll sie sich so schnell gedreht haben, dass dabei eine kleine Kugel abgespalten wurde, die später zum Mond wurde. Auch vermutete man, dass er auf Wanderschaft im Sonnensystem war und dann von der Erde eingefangen worden ist. Aber das war alles falsch.

Unser Mond ist durch einen Zusammenstoß entstanden. Die junge Erde krachte damals, vor etwa 3,6 Milliarden Jahren, mit einem Körper zusammen, der so groß war wie der Mars. Zum Glück wurde die Erde dabei nicht zerstört, aber es flogen viele Trümmer von der Erde und dem marsgroßen Brocken in eine erdnahe Umlaufbahn.

Das bedeutet, unsere Erde hatte für kurze Zeit einen kleinen Ring, ähnlich wie beim Saturn. Aus diesen Gesteinsbrocken formte sich dann der Mond.

Er dreht sich in 27 Tagen einmal um die Erde. Genauso lang braucht er, um sich einmal um sich selber zu drehen. Daher sehen wir immer nur eine Seite des Mondes.

Der Mond ist verantwortlich für Ebbe und Flut. Und weil die beiden Flutberge die Erde abbremsen, werden die Tage immer länger. In 100.000 Jahren um 2 Sekunden!

Das schönste Spektakel liefert unser Mond dann, wenn er die Sonne komplett verdeckt – bei einer Sonnenfinsternis. Er ist zwar 390-mal kleiner als die Sonne, steht uns aber 390-mal näher als sie. Leider ist der Schatten des Monds, der dann auf die Erde fällt nur klein. Dieses Ereignis ist dann nur für wenige Menschen zu sehen.

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Wenn der Mond aber durch den Schatten der Erde wandert, dann haben mehr Erdbewohner die Möglichkeit sich eine Mondfinsternis anzuschauen.