Pluto

Benannt nach dem römischen Gott der Unterwelt.

Neu1 Pluto

Pluto ist mit 2300 km Durchmesser kleiner als unser Mond. Kein Wunder also, dass er so spät entdeckt wurde.

Am 18. Februar 1930 verglich der Astronom Clyde Tombaugh 2 Fotografien, die im Abstand von einigen Tagen vom gleichen Abschnitt des Himmels erstellt wurden. Dabei fiel ihm auf, dass sich ein Pünktchen „bewegt“ hatte. Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um einen Kometen oder Asteroiden handelte, wurden weitere Bilder dieser Himmelsgegend erstellt.

Erst Mitte März 1930 wurde die „Entdeckung des neunten Planeten“ bekannt gegeben. Den Namen „Pluto“ hat sich übrigens kein Wissenschaftler ausgedacht und er hat auch nichts mit dem Comic-Hund von Walt Disney zu tun. Er stammt von der damals 11-jährigen Venetia Burney, die diesen Vorschlag einreichte.

Seit den 1990er Jahren wurden weitere Objekte entdeckt, die stellenweise größer und noch weiter von der Sonne entfernt sind als Pluto. Jedes dieser Objekte aber als Planeten zu bezeichnen, war den Astronomen dann aber zu viel.

Und ab dem Jahr 2006 heißen diese Objekte, inklusive Pluto, Zwergplaneten. Im Gegensatz zu den Planeten haben sie ihre Umlaufbahnen nicht von anderen Gesteinsbrocken frei geräumt.

Würde sich Pluto auf der Mittelspur einer Autobahn befinden und nach vorne schauen, so müsste er erkennen, dass vor ihm ebenfalls ein paar Brocken auf der Mittelspur unterwegs sind. Genauso ergeht es Eris, Makemake und all den anderen Zwergplaneten.

Ceres

Das ist schlecht für Pluto, aber gut für Ceres. Er bewegt sich zwischen Mars und Jupiter und war bisher „Asteroidengürtelbewohner“. Nun aber darf er sich Zwergplanet nennen. Ceres ist übrigens der einzige „Asteroidengürtel-Bewohner“ der kugelrund ist.

Pluto ist weit von der Sonne entfernt. Er braucht 248 Jahre um diese zu umrunden. Das Sonnenlicht benötigt 5,5 Stunden um ihn zu erreichen (zum Vergleich: Das Licht braucht bis zu unserer Erde gerade mal 500 Sekunden!) Trotzdem könnte man zur Mittagszeit auf dem Pluto eine Zeitung lesen, ja es ist sogar möglich eine Liege oder einen Stuhl aufzustellen.

Aber das wäre ein eiskaltes Vergnügen. Die mittlere Temperatur liegt bei -220°C!

Pluto hat eine Atmosphäre, aber Menschen können dort nicht atmen. Man findet dort Stickstoff (der ist auch in unserer „Atemluft“, aber wir Menschen brauchen nur den Sauerstoff) sowie Kohlenmonoxid (der ist giftig) und Methan (zum Atmen auch nicht zu gebrauchen).

An der Oberfläche könnten mögliche Astronauten Schlittschuhlaufen. Denn dort fand man auch Wassereis. Manche Stellen auf dem Pluto erwecken den Eindruck, dass sich riesige Gletscher über die Oberfläche wälzen. Also, eine interessante Gegend, dieser Zwergplanet!

Aber Pluto ist nicht alleine. Er hat insgesamt 5 Monde. Der größte heißt Charon (Fährmann der griechischen Unterwelt) und der ist halb so groß wie der Planet. Entdeckt wurde er 1978.

Neu2 Pluto

 

Charon umkreist Pluto in 6,4 Tagen. Genau die gleiche Zeit benötigt Pluto um sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Das bedeutet, dass ein möglicher Astronaut auf dem Pluto immer die gleiche Seite von Charon sieht. Ein zweiter Astronaut, der sich auf dem Mond Charon befindet, könnte auch immer nur die gleiche Seite des Pluto sehen. Die Astronomen nennen dies gebundene Rotation.

Im Juli 2015 flog die Raumsonde New Horizon am Pluto vorbei. Mit an Bord war etwas Asche von dem Mann, der Pluto entdeckt hatte: Clyde Tombaugh.

Das nächste Ziel von New Horizon wird das Objekt 2014 MU 69 sein, dass voraussichtlich im Januar 2019 erreicht werden soll….