Saturn

Benannt nach dem römischen Gott der Saat und der Ernte. Er ist der am weitesten entfernteste Planet, der mit bloßem Auge gesehen werden kann.

Neu1 Saturn

 

10 Erdkugeln müssten nebeneinander gestellt werden um den Durchmesser des Planeten Saturn zu erhalten.

Das Schönste am Saturn sind seine Ringe. Aber betrachten wir zuerst den Planeten.

Auf ihm herum laufen kann man nicht, da er aus den Gasen Wasserstoff und Helium besteht. Leider verursacht ein weiterer Bestandteil der Atmosphäre namens Ammoniak eine Art Smog. Dadurch sind die Bänder, die ähnlich ausgebildet sind wie beim Jupiter, von der Erde aus nicht zu sehen.

Neu2 Saturn

Die äußeren Atmosphärenschichten haben eine Temperatur von -140°C und es wurden Windgeschwindigkeiten von 1800 km/h gemessen. In dieser stürmischen Atmosphäre bildete sich am Nordpol des Planeten ein sechseckiges Wolkenmuster aus, das 4 mal so groß wie unsere Erde ist. Man vermutet, dass er durch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten entstanden ist.

 

 

 

 

 

 

 

Saturn hat es ganz schön eilig. Er dreht sich in knapp 11 Stunden einmal um sich selbst. Aufgrund seiner Entfernung benötigt der Planet für eine Rundreise um die Sonne 30 Jahre.

Er wäre ein toller Begleiter für das Schwimmbad. Würde der Saturn ins Wasser fallen, so würde er darauf schwimmen. Alle anderen Planeten gehen unter. Aber das Schwimmbecken muss sehr groß sein: 121.000 km, denn das ist der Durchmesser des Saturn.

Saturn bereitete Galileo Galilei Kopfzerbrechen. Er glaubte nämlich, dass der Planet mit Henkel oder Ohren ausgestattet sei. Erst Christian Huygens konnte 1655 mit einem verbesserten Teleskop feststellen, dass es sich um Ringe handelte. Sie sind nicht an dem Planeten befestigt und haben sogar eine große Lücke darin, die nach dem Entdecker, Domenico Cassini, benannt ist.

Neu3 Saturn

Tatsächlich sind es viele hundert Einzelringe. Der Durchmesser des Ringsystems beträgt 272.000 km. Das ist fast ¾ der Strecke von der Erde zum Mond. Allerdings ist der Ring sehr dünn, gerade mal 1 Kilometer dick. Dadurch passiert es, dass alle 15 Jahre der Ring“ verschwunden“ ist. Aber wir blicken dann nur auf die Kante des Rings und können ihn als solches schlecht erkennen.

Und aus was bestehen diese Ringe? In erster Linie sind es Gesteinsbrocken, die sich mit einer Eisschicht überzogen haben. Dadurch reflektieren sie das Sonnenlicht sehr gut und wir Erdbewohner haben einen tollen Anblick. Ein Großteil der Brocken könnte auch von einem Mond stammen. Er ist dem Saturn zu nahegekommen und dadurch in viele Einzelstücke zerbrochen.

 

 

Als zweitgrößter Planet hat er einen ganzen Hofstaat an Monden: 62 Stück. Der größte heißt Titan und ist mit 5200 km größer als der Planet Merkur. Titan ist auch der zweitgrößte Mond im Sonnensystem und der einzige mit einer Atmosphäre. Im Januar 2005 landete eine Raumsonde auf diesem Mond und funkte einen Wetterbericht: Oberflächentemperatur -180°C und der Luftdruck liegt bei 1,5 bar, also 50 % höher als auf der Erde. Die Atmosphäre besteht zu 95 % aus Stickstoff, also keine Atemluft für Menschen, der Rest ist aus Methan und Ethan. Methan/Ethan findet man auch auf der Erde – aber gasförmig. Bei den Bedingungen auf Titan sind diese beiden Stoffe flüssig. Das heißt, es regnet auf Titan Methan und Ethan. Der sammelt sich in Bächen und Seen. In der Abbildung sind die blauen Flächen flüssiges Methan.

Saturn3