Sonne

Der Name kommt aus dem Althochdeutschen sunna.

Sonne

Die Sonne ist nur ein kleiner „Durchschnittsstern“, genau wie viele andere in unserer Galaxis und somit eigentlich nichts Besonderes. Für das Leben auf der Erde ist die Sonne aber unverzichtbar. Sie ist der schwerste und größte Körper in unserem Sonnensystem. Der Durchmesser beträgt 1,4 Millionen Kilometer. Würde man diese Strecke mit einem Düsenflieger zurücklegen, der sagen wir mal 900 km/h schafft, dann würde diese Reise 1556 Stunden oder 65 Tage dauern!

Die Sonne ist der Stern mit der geringsten Entfernung zur Erde, darum wissen wir sehr gut über sie Bescheid.

Sie ist eine Gaskugel, die größtenteils aus Wasserstoff besteht. In ihrem Inneren, bei einer Temperatur von 15 Millionen °C und sehr hohem Druck, verschmilzt der Wasserstoff zu Helium. Dabei wird Energie in Form von Strahlung frei.

Nach einer Reisedauer von 500 Sekunden kommt diese Strahlung in Form von Licht und Wärme auf der Erde an.

Wie gut, dass die Erde den richtigen Abstand von der Sonne hat und diese schon seit 4,5 Milliarden Jahren „brennt“, denn nur so konnte sich Leben auf unserem Planeten entwickeln.

Die Sonne ist wie eine Zwiebel aufgebaut. Den heißen Kern kennen wir ja schon.

Neu1 Sonne

Dieser ist von der Strahlungszone umgeben. Sie übernimmt den Weitertransport der Energie aus dem Kern. Bis aber ein Lichtteilchen diese Zone komplett durchquert, stößt es mit anderen Teilchen zusammen, wird abgelenkt und hin und her geworfen. Es können bis zu 10 Millionen Jahre vergehen, bis so ein Lichtteilchen die Sonne verlässt. In der Strahlungszone ist es 15 – 2 Millionen °C heiß.

Die nächste Schicht nennt sich Konvektionszone. Hier steigt heiße Sonnenmaterie auf, kühlt ab und sinkt wieder nach unten. Das sieht aus wie kochendes Wasser. Die Astronomen nennen diese blubbernden „Blasen“ Granulen. Die Fläche ist größer als Deutschland!

Als nächstes sind wir in der Photosphäre angelangt. Sie ist das, was wir als Sonne wahrnehmen. Also die sichtbare Oberfläche mit „nur“ noch 5500°C. Dort gibt es Stellen an denen die Sonne ihre Wärme nicht richtig abgeben kann. Diese sind „furchtbar“ kalt: 3000°C! Mit geeigneten Instrumenten kann man diese Sonnenflecken sehen. Manche von ihnen sind so groß, dass die Erde 30-mal hineinpassen würde. Alle 11 Jahre gibt es besonders viele davon.

Am Rand der Sonne kann man Protuberanzen erkennen. Sie sehen aus wie Bögen und bestehen aus heißem Gas. Manchmal

Sonne Protuberanz

wird so eine Protuberanz von der Sonne weggeschleudert. Dann machen sich elektrisch geladene Teilchen auf den Weg in den Weltraum. Treffen sie auf das Magnetfeld der Erde, gibt es tolle Polarlichter!

Die Protuberanzen gehören zur Chromosphäre. Diese wird bei einer totalen Sonnenfinsternis als roter Saum sichtbar. Bei dieser Gelegenheit kann man auch die Korona sehen. Dabei handelt es sich um heißes Gas, welches die Sonne umgibt. Ihre Form ändert sich ständig, je nachdem ob es viele oder nur wenige Sonnenflecken gibt.

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Bitte niemals mit einem Teleskop oder Feldstecher in die Sonne schauen. Es droht sofortige Erblindung und diese Augenschäden kann man nicht operieren!

Benutzen Sie stattdessen eine Sonnenfinsternis-Brille oder besuchen Sie eine Sternwarte in der Nähe, die geeignete Mittel zur Sonnenbeobachtung bereithalten. Jedes Jahr gibt es auf der Erde Sonnenfinsternisse zu sehen. Manchmal muss man aber weit reisen oder lange warten: Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland kann man erst 2081 sehen!