Uranus

Benannt nach dem Himmelsgott Uranos, dem Vater von Zeus. Uranus ist der einzige Planet, der nach einem griechischen Gott benannt wurde, außerdem der erste, der mit einem Teleskop entdeckt wurde!

Neu1 Uranus

 

Fast 7 Erden sind nötig, um den Durchmesser von Uranus zu erhalten.

Der drittgrößte Planet besteht ebenfalls aus Wasserstoff, Helium und etwas Methan. Methan ist schuld daran, dass dieser Planet blau-grün erscheint. Es filtert nämlich den roten Anteil des Sonnenlichtes weg. (Das Sonnenlicht besteht aus vielen Farben, wie man an einem Regenbogen selbst feststellen kann). Das was dann vom Licht noch übrigbleibt, lässt Uranus bläulich erscheinen.

Wanderungen auf diesem Planeten sind nicht möglich. Tief im Innern wird zwar ein fester Kern aus Wasserstoff und Eis vermutet, aber bis man diesen erreicht, wird man vorher vom Druck der Gashülle zerquetscht.

Uranus sieht ziemlich langweilig aus. Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dort Winde mit 900 km/h pusten und mit -220°C ist es dort bitterkalt.

Ein Tag auf ihm dauert nur 17 Stunden, für eine Rundreise um die Sonne benötigt er 85 Jahre.

Draußen auf dem Land kann man ihn mit bloßem Auge erkennen. Da er doppelt so weit von der Erde entfernt ist wie der Saturn, bewegt er sich sehr langsam über den Himmel. Daher wurde er früher von vielen Astronomen als Stern in die Karten eingetragen und dies obwohl er eigentlich ein Planet ist.

1781 blickt Wilhelm Herschel durch sein selbst gebautes Teleskop auf einen Punkt am Himmel, der in keiner Sternkarte eingezeichnet ist.

Vielleicht ist es ein Komet?

Aber dafür bewegte sich dieses Objekt zu langsam über den Himmel. Kurze Zeit später war klar: Herschel hat einen, bisher unbekannten Planeten entdeckt!

Wie soll er denn nun heißen? Ja, das war eine langwierige Geschichte.

Durchgesetzt hat sich Uranus und das gilt bis heute!

Wie alle Gasriesen schmückt sich auch der Uranus mit einem Ringsystem. Entdeckt wurde es im März 1977, denn da bedeckte der Uranus für kurze Zeit einen Stern. Astronomen nutzen solche Gelegenheiten, um den Durchmesser der Planeten zu bestimmen.

Uranus1

Bevor Uranus den Stern komplett bedeckte, flackerte dieser aber schon und die Astronomen vermuteten folgerichtig, dass Uranus wenigstens 4 Ringe besitzt. 1986 zog die Sonde „Voyager 2“ an Uranus vorbei und machte tolle Fotos. Dabei entdeckte man 11 Ringe, die aber sehr unscheinbar und von der Erde aus nicht zu sehen sind, leider!

 

 

 

 

 

 

 

 

Man stelle sich vor, unsere Erde wäre ein Apfel. Dann steche man einen Metallstab durch unsere Apfel-Erde. Da, wo der Stab aus dem Apfel tritt, ist der Nord-, bzw. Südpol. Die meisten Planeten bewegen sich also wie auf einem „Döner-Spieß“, der leicht geneigt ist. (Im Fall unserer Erde sind es 23,5°. Dadurch gibt es auf den Planeten Jahreszeiten.)

Der Uranus bewegt sich aber wie ein „Grill-Hähnchen“, so, dass er durch das Sonnensystem rollt.

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Vermutlich ist der junge Uranus mit etwas Großem zusammengestoßen und das hat ihn „umgehauen“.

Neu3 Uranus

Das bedeutet, dass von einem Sonnenauf-, bis zum Sonnenuntergang am Nordpol des Uranus 42 Erdenjahre vergehen! (Gleiches gilt auch für den Südpol.)

 

 

 

 

 

 

Uranus hat 27 Monde. Wer ein Shakespeare-Fan ist, wird diese Monde lieben. Die meisten sind nach den Helden aus seinen Stücken benannt. Der größte Mond heißt „Titania“ und ist die Elfenkönigin aus dem „Sommernachtstraum“. An ihrer Oberfläche gibt es Canyons, sowie Steilklippen. Eine soll 6 km hoch sein. Eine gute Gelegenheit für einen Bungee-Sprung. Durch die geringere Anziehungskraft würde der Sprung fast 2 Minuten dauern. Zeit genug, um ausgiebig zu schreien!

Titania und der zweitgrößte namens „Oberon“ sind halb so groß wie unser Mond. Die meisten Uranusmonde setzen sich aus Gestein und Eis zusammen.